|
|
|
| |
Himmel hoch jauchzend, zu Tode betrübt
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Berge Versetzen (Ltd.Deluxe Edt.) (Audio CD) Mit "Berge versetzen" bestätigen Klee endgültig ihre Ausnahmestellung; dieses Album leistet etwas, was hierzulande ein absoluter Ausnahmefall ist: obwohl hier nicht auf die Sogkraft einiger, weniger potentieller Singlekandidaten gesetzt wird und der vierte Longplayer der Kölner das ist, was man in England ein Album-Album nennt (eine Platte also, deren Songs aufgrund der Spannungsbögen, Beziehungen und Kontraste, die sie untereinander entwickeln, erst im Kontext ihr volles Potential entwickeln), gibt es auf "Berge versetzen" nicht ein einziges Stück, dass kein hochkarätiger Ohrwurm ist. Trotz der Bandbreite, die Klee hier liefern und die kongenial das Spektrum der Band abbildet (von elektrifizierten Clubnummern wie den Disco-Hommagen "Die Königen" und "Oh Oh" über treibende Gitarrenpopnummern wie der ersten Single "Zwei Herzen" und dem himmelstürmenden "Zwischen Glauben und Vetrauen" bis hin zu den herzzerreissenden, zu Tränen rührenden Balladen "Weil es Liebe ist", "Weine nicht" und dem Titelsong "Berge versetzen"), ist letztendlich ausnahmslos jeder Song absolut Single-tauglich. So hat man in England bis Mitte/Ende der Neunziger Alben gemacht. Und selbst in der Hochzeit des Britpop und in den frühen Achtzigern, der Ära britischer Pop-Pioniere wie The Smiths, Aztec Camera, New Order etc., vor denen Klee sich bekanntlich immer wieder verbeugen, waren derart ausbalancierte und vom Songwriting her ausgereifte Alben eher die Ausnahme, als die Regel. Lyrisch wählen die Kölner einmal mehr das Liebeslied als Format, über das sie mit wohlgesetzten und so schlichten wie berührenden Worten von der Kraft der Utopie ("Zwischen Glauben und Vertrauen"), über die befreiende Kraft der Anerkennung persönlicher Ambivalenz ("Zwei Herzen"), gerne mit philosophioschem Ansatz Gedanken formulieren, die weit über das Auf und Ab von Beziehungen hinausgehen. Apropos Ambivalenz: was sich textlich schließlich unter der zart schimmernden Oberfläche des klassischsten aller Popsongformate, des Lovesongs, als Leitthema des Albums herausschält, scheint auch den musikalischen Rahmen von "Berge versetzen" vorgegeben zu haben. Denn niemals gelang es Klee mit leichterer Hand auf einer Platte so viele scheinbare Widersprüche unter einen Hut zu bringen. Hätte man nicht bereits einen angemessen selbstreferenziellen Albumtitel gefunden, wäre "Himmel hoch jauchzend, zu Tode betrübt" sicherlich eine programmatische Alternative gewesen. Chapeau!
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 2. August 2008 | | | | | | | |
| | | Zur Übersicht ... |
 |  |  |  |  |  | | |
| |
Angebote zu , ab 1 Euro!
|
| Siehe auch folgende Artikel: |
|
|  | | Jelängerjelieber Aus Lauter Liebe Zwischen Himmel und Erde
|
|
| Sonstige Artikel: |
|
| Germanische Göttersagen von Reiner Tetzner
|
| | Mehr zu Pop, Rock, Schlager & Volksmusik
|
| | Home ..., , Begleitseite ... |
|
|
| | Herausgeber dieser Seite ist DomainLoc.com GmbH - Partner von |
Copyright © DomainLoc.com GmbH (Impressum) |
| |